Das Tier    

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Die Besucher aus dem Hier
Text: Esther Stocker

Galerie Mezzanin
Wien

2005

 

"Wenn wir eins über den Schädel kriegen, so sagen wir manchmal, "wir sehen Sterne"; deshalb ist jedoch das "Sterne-Sehen", wenn wir auf den Kopf geschlagen werden nicht qualitativ ununterscheidbar von dem Sehen der Sterne, wenn wir den Himmel betrachten." John L. Austin

Schauen wir was da ist:
Ein Raum, eine Form in die wir Kunst geben. In die wir Dinge, die wir Kunst nennen geben.
Ausserdem sind da Menschen, die sich das anschauen, das sind schwabbelige Dinge die sich bewegen und manchmal Laute von sich geben (und aus denen Luft rein und raus geht).
Wir nehmen an, dass der Kopf auf dem Hals sitzt, dass die Schwerkraft funktioniert, dass die Bilder nicht verkehrt herum aufgehängt sind, dass die Leute die sich die Bilder anschauen nicht blind sind und die Personen die etwas sagen nicht stumm sind.

Aber warum sollten wir das?
Warum sollten wir überhaupt irgend etwas (annehmen)?

Können wir nicht ein bisschen freier diesen Ort aufsuchen, mit dem Gefühl, dass heute die Schwerkraft nicht funktioniert, dass die Leute wie Tomaten gegen die Scheiben klatschen oder ähnliches?
Warum kommt jeder immer in derselben Reihenfolge daher: den Kopf auf den Schultern, ein Arm links und einer rechts, die Beine unten.
Warum nicht die Reihenfolge ändern, oder zumindest die Anzahl der Arme oder sie zur Abwechslung beide auf derselben Seite tragen.
Ich finde es gilt alles in frage zu stellen, jeden Augenblick das gegenüber als getarnten Ausserirdischen zu verdächtigen. Grossen Zweifel zu haben an allem was da ist, die Paranoia zu schüren.
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