Das Tier    

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Geheimes Leben

Stadtgalerie Schwaz
Palais Enzenberg

2006

 

 

Unter dem Titel - geheimes Leben - zeigt die junge österreichische Malerin Katrin Plavcak (1970) in der Stadtgalerie Schwaz figurative Bilder, die das Innenleben, wie auch die Außenwahrnehmung des Menschens zum Thema haben. Die Bildvorlagen findet sie in Büchern, Nachrichten oder Filmen, aus denen sie intime Episoden unserer Lebenswelt enstehen lässt. Für die Ausstellung hat die Künstlerin ein eigenes Bildkonzept entworfen, welches Sie mit einer begehbaren Plastik - den Black Smokers - und der Geschichte eines Plaktons als Nabel der Welt ergänzt.

„Der Mensch ist unauflösbar auf die ganze Wirklichkeit bezogen, die bekannte und unbekannte“, schrieb John Steinbeck 1941. „Plankton, ein schimmerndes Phosphoreszieren auf dem Meer, und die rotierenden Planeten und das expandierende Universum, alle sind durch den elastischen Faden der Zeit verbunden.“

Black Smokers – so auch der Name der Szene-Plastik – sind hydrothermale Quellen am Grund der Tiefsee, deren Mündungen Schornstein gleich eine röhren- und kegelförmige mineralische Struktur bilden und in ihrer lichtlosen Umgebung ein eigenes Biotop mit meist nur dort lebenden Arten beherbergen. Aus den Mündungen tritt 400°C heißes und mineralreiches Wasser, das auf das 2° C kalte Wasser des Meeresgrundes trifft und damit eine Kettenreaktion der natürlichen Energiegewinnung auslöst. Diese einzigartige Art des Stoffwechsels und der Energiegewinnung auf unserer Erde – die ohne die Nutzung des Sonnenlichts oder eines Habitats auskommt, wie es aus der Frühgeschichte der Erde bekannt ist – wird von einigen Forschern als repräsentativ für früheste Formen des Lebens angesehen.

Die Ausstellung - geheimes Leben - kreist um diesen Gedanken, eine scheinbar aus dem nichts entstandene Welt in ihrem Eigenleben zu zeigen. Es geht um die Selbstbesinnung des Menschen auf sich selbst und die Verwandlung von Dingwelt. Im Bild into the green - Zufall geht es um Unglück und (Un)Konzentriertheit, was einen Wendepunkt markiert. Solar zeigt einen im Geäst sitzenden Mann, der im Stillstand gefangen ist. Das alien cloud house verwandelt sich in ein Wesen. Die Bilder occasional poems und birdies besprechen die Einsamkeit der Menschen und ihr Verlangen nach Liebe. Das Rollo verbirgt den Beobachter und gibt nur so schmale Streifen der Wirklichkeit preis, so dass sie beinahe abstrakt erscheint.

 

   

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